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Mein pädagogisches Konzept

Meine eigenen Vorstellungen
Tagespflege ist für mich keine erweiterte traditionelle Mutter- und Hausfrauenrolle mehr. Es geht nicht darum die Kinder "irgendwie" zu betreuen. Es geht mir vorallem um die Förderung und Entwicklung der Kinder in allen Altersgruppen und in den verschiedenen Möglichkeiten der Betreuung unter Berücksichtigung der gesetzlichen Grundlagen und Anforderungen des Kinder-und Jugendhilfegesetztes sowie des sächsischen Kindertagesstätten-Gesetztes.
Ich bin erzieherisch tätig, aber ergänzend zu der elterlichen Erziehung. Ein strukturierter Tagesablauf gibt den Kindern Halt und Sicherheit, um vielfältige Erfahrungen zu sammeln.Viele Dinge können Kinder nicht verstehen, nicht einsehen, weil sie nach anderen Gesetzen leben als wir. Sie sind überfordert mit unserer Vorstellung, sie könnten unsere Denkweise und Erfahrung nicht nachvollziehen. Aus diesem Grund, gehe ich besonders gefühlvoll und geduldig auf die Kinder ein.

Die Grenzen und Regeln in der Familie und Betreuungsstätte sollten in gegenseitiger Übereinstimmung gefunden werden und vereinbart werden. Dadurch sind alle viel motivierter, sich an die Vereinbarungen zu halten. Die Gesetzliche Grundlage für meine Arbeit ist das Kinder- und Jugendhilfegesetz. Meine Tätigkeit als Tagespflegeperson basiert auf dem sächsischen Bildungsplan, der einen verbindlichen Rahmen für die pädagogische Praxis darstellt sowie folgende Rechte der Kinder:

• das Recht, Kind sein zu dürfen
• das Recht auf eine Tagesmutter
• das Recht auf Bildung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit
• das Recht, so akzeptiert zu werden, wie sie sind
• das Recht auf eine eigene Meinung (auch NEIN sagen zu dürfen)
• das Recht auf ein eigenes Entwicklungstempo
• das Recht, seinen Bewegungsdrang auszuleben
• das Recht auf Mitbestimmung
• das Recht, Fehler machen zu dürfen
• das Recht, sich seine Spielpartner auszuwählen
• das Recht, sich zurückzuziehen
• das Recht auf Spiel und sich dabei schmutzig machen zu dürfen

Somatische Bildung
Wohlbefinden beginnt mit der Gestaltung eines körperbezogenen Alltags Körperpflege, Hygiene, genügend Schlaf, Ernährung und Gesundheit damit das Kind seinem Bewegungsdrang nachkommen kann.
Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung hat für mich einen großen Stellenwert. Ich arbeite mit der Zentralkinderküche "LaOla“, die die Speisepläne in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. erstellt. Sehr beliebt ist unser Obstfrühstück mit gesundem Obst und Gemüse, welches ich täglich anbiete.
Um die Angst beim Laufen lernen zu verlieren, unterstütze ich die Kinder darin, sich an Einrichtungsgegenständen hochzuziehen. Die Bewegungsfreiheit beim Spiel lässt ihrer Phantasie freien Lauf damit sie sich austesten können. Das Große Holzlabyrinth nach Emmi Pikler bietet viele Möglichkeiten Bewegungsabläufe zu erlernen und zu koordinieren (Tunnel Kriechen; Treppen Balancieren, Wechselschritt lernen, Quader Raufklettern, Runterhopsen).
Die Kinder bewegen sich in meiner Einrichtung täglich an der frischen Luft, ganz egal ob auf der Terrasse oder bei Spaziergängen in der Umgebung. Die Welt draußen zu entdecken macht viel mehr Spaß! Aller 14 Tage treffen wir uns mit weiteren Tagesmüttern in der Turnhalle in Höckendorf. Dabei stehen den Kindern ausreichend Sportgeräte und- Mittel zur Verfügung. Dadurch werden Interesse zum Probieren sowie Möglichkeiten gegeben sich Fertigkeiten anzueignen und diese stetig zu verbessern. Um das Immunsystem meiner Tageskinder zu stärken, besuchen wir aller 14 Tage die Salzgrotte in Dippoldiswalde.

Soziale Bildung
Bei der Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit hat Vertrauen zu sich selbst und zu anderen zentralen Einfluss. Im Umgang mit mir, mit den anderen Kindern und Geschwistern und Eltern, erleben Kinder Vertrauen, Mitgefühl, Geduld, Ehrlichkeit und vieles mehr. Deswegen ist es sehr wichtig die Kinder mit all ihren Sorgen und Anliegen ernst zu nehmen. Dabei geht es mir darum ihre Signale wahrzunehmen und darauf zu reagieren und ihre Bedürfnisse liebevoll, zuverlässig und situationsgerecht zu befriedigen.
Soziales Lernen bedeutet für mich soziale Beziehungen zwischen Tagesmutter und Kind, zwischen Kindern und Kindern aufbauen und dabei deren soziale Kompetenzen ausprägen; Verhaltensregeln lernen z.B. Rücksicht nehmen; miteinander tauschen und teilen lernen; Hilfe annehmen und anbieten (beim An- und Ausziehen, beim Basteln); zur Lösung von Konfliktsituationen beitragen (z.B. Streit um Spielzeug, Mitspieler, Spielregeln); über das Zusammenleben der Menschen sprechen (in der Familie, im Spatzennest); Ehrlichkeit und Anerkennung im täglichen Zusammensein vorleben.

Kommunikative Bildung
Bei allen Aktivitäten und in alle den Tagesablauf betreffende Situationen, ist die Kommunikation eingebettet.
Bereits die Kleinsten reagieren mit ihrer Sprache, wenn sie angeschaut werden, wenn man mit ihnen spricht, singt, Spielzeug zureicht und geben uns zu verstehen, ob sie sich freuen oder ärgern. Die größeren Kinder verstehen den Sinn der Worte mit denen man ihnen Bewegungsspiele durchführt, wenn man gemeinsam singt oder ein Buch ansieht, Geschichten liest oder nacherzählt, mit den Kindern malt oder bastelt und vieles mehr. Beim Spielen suchen sich die Kinder aus, was und womit und vielleicht mit wem sie spielen wollen und ahmen Handlungsabläufe nach, die sie vom Alltag bei mir oder von zu Hause kennen. Im Alltag miteinander drücken Kinder Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle aus, die man beschreiben lernt z.B Freude, Traurigkeit, Wut. Dabei achte ich sehr auf meine eigene Aussprache als Vorbild für die Kinder und spreche stets deutlich, langsam und in ganzen Sätzen. Sprache ermöglicht den Dialog mit der Welt, hat einen sehr großen Einfluss auf die Persönlichkeitsbildung und fördert das Selbstbewusstsein der Kinder.
Die Sprachförderung ist ein pädagogisches Grundprinzip, das sich in allen Bereichen der Arbeit mit Kindern und Eltern widerspiegelt. Hier ist also die Zusammenarbeit mit den Eltern enorm wichtig.

Naturwissenschaftliche Bildung
Hierbei möchte ich den natürlichen Erkundungsdrang der Kinder unterstützen. Im Krippenalter sind die Interessen der Kinder in der Auseinandersetzung mit Natur, Kultur, Technik, Physik und Chemie hauptsächlich auf scheinbar kleine Dinge gerichtet und ihre Fragen sind unerschöpflich.
- Entdecken und Erleben unserer Welt; einfache Lebensvorgänge bei Tieren und Pflanzen beobachten
- Wetter beobachten, Jahreszeitenwechsel beobachten, auf Geräusche in der Natur und Umgebung achten
- Merkmale, Eigenschaften von Wasser, Erde, Sand, Papier, Metall, Holz und Plaste entdecken
- Neue Erfahrungen ermöglichen, ermuntern zum Denken und Problemlösen
- Kinder ihre eigenen Erklärungen finden lassen

Mathematische Bildung
Für die Entwicklung des mathematischen Denkens ist es wichtig, dass die Kinder vor allem lernen, ihr eigenes Denken wahrzunehmen. “Erst verstehen, dann verstanden werden!“
Mathematik ist mit natürlichen Erfahrungen kombinierbar: Erleben und begreifen von Formen und der Vorstellung von Verhältnissen (oben - unten, groß klein, viel wenig, schwer leicht). Im Krippenalter geht es darum den Weg für ein mathematisches Verständnis zu ebnen. Das geschieht z.B. durch Bereitstellen von Naturmaterialien, wie Kastanien, Eicheln, Tannenzapfen, oder Knöpfe und Stäbchen in verschiedenen Größen, die man zählen, vergleichen und ordnen kann.

Ästhetische Bildung
Hierbei geht es darum das Empfindungsvermögen der Kinder zu entfalten, zu schulen, d.h. mit allen Sinnen entdecken (fühlen, sehen, riechen, hören, schmecken).
Die Kinder erschaffen ihre Welt neu, es gibt nicht nur eine Wirklichkeit. Ausgehend von einer kindgerechten, ansprechenden, räumlichen Ausgestaltung und dem Vorhandensein vielfältiger Materialien für bildnerisches Gestalten, Musik, Tanz, Bewegung, Rollenspiele bieten den Kindern verschiedenste Möglichkeiten kreativ zu sein.
Einmal wöchentlich besuchen wir die Musikschule Frieda und Friedrich in Freital. Das Hören von Musik ist eng vernetzt mit Bewegung und der Umgang mit Musikinstrumenten ist bei den Kindern sehr beliebt.
Ebenso wertvolle Erfahrungen haben die Kinder beim Besuch von Puppentheatervorstellungen in der Parksäle in Dippoldiswalde. Ein ganz besonderes Erlebnis ist aber der Besuch der Vorstellungen des Theaters für die aller Kleinsten im Theater der Jungen Generation in Dresden. Nach den Vorstellungen spielen die Kinder besonders intensiv mit unserem Kasperletheater und ahmen die Stücke mit viel Freude nach. Zur Weihnachtszeit backe ich jedes Jahr mit den Kindern Plätzchen, wo sie den Teig erspüren und kneten können, Formen ausstechen und Appetit vom Duft der frisch gebackenen Plätzchen bekommen. Dies fördert alle Sinne der Kinder.

Beziehungen bilden nach Marte Meo: "Die neue Suche nach Gelassenheit"
Diese Methode legt den Fokus auf das zwischenmenschliche Agieren, die Entwicklung, das Lernen und das soziale Miteinander. Sichere Beziehungen wirken gegen die Angst der Kinder und unterstützen das Vertrauen in sich selbst und in den anderen. Es geht darum zu erkennen welche vorhandene Ressourcen und Kompetenzen die Kinder besitzen und diese zu nutzen und weiter zu entwickeln. Marte Meo nutzt die Kraft der Bilder, weil gerade Veränderungen nicht nur durch Worte, sondern durch Bilder angeregt werden. Dies ermöglicht die Einsicht in ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten und gibt Mut für die Weiterentwicklung. Dafür nehme ich mir Zeit und Geduld indem ich das Kind genau beobachte welche Initiative es ergreift mit welchen Ideen, Tempo und Fähigkeiten. Marte Meo ist aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet: "Aus eigener Kraft", was die Philosophie der Methode nachhaltig unterstreicht.

Eingewöhnung
Der Übergang von der Familie zur Tagesmutti stellt für jedes Kind eine Herausforderung dar. Daher lege ich sehr viel Wert auf eine kindbezogene Eingewöhnung. Mein Anliegen und gleichzeitig mein Ziel sind dabei dem Kind Trennungsängste und Unsicherheiten zu nehmen. Es soll sich wohl fühlen, mich als Tagesbezugsperson akzeptieren und langsam Vertrauen zu mir aufbauen.
Die Eingewöhnungszeit dauert zwei zusammenhängende Wochen und wird mit den Eltern besprochen. Wenn es ein Kind besonders schwer hat, bekommt dieses Kind natürlich all die Zeit, die es benötigt.
Anfangs bleibt das Kind, begleitet von einer vertrauten Person, nur stundenweise in der Spielzeit bei mir und den anderen Kindern. Allmählich wird die Zeit des Verweilens gesteigert und es kommt eine Mahlzeit dazu. Die Eltern verlassen ab und an für eine kurze Zeit das Spielzimmer bis sie ganz wegbleiben und das Kind allein in der neuen Umgebung bleibt. In den letzten 3-4 Tage erlebt das Kind einen ganzen Vormittag und Mittagsschlaf mit.
Mit dieser Art Eingewöhnung habe ich gute Erfahrungen gemacht. Allerdings sollte man bedenken, dass der Eingewöhnungsprozess be jedem Kind individuell verläuft und jedes Kind seine eigene Zeit benötigt.

Grenzen und Regeln in der Kinderpflegestätte
Kinder brauchen Grenzen und Regeln, denn sie gehören zur Realität und geben Halt und Orientierung. Ich denke, dass wir Kinder als gleichwertige Mitmenschen zu akzeptieren haben und daher verpflichtet sind Ihnen diese Werte und Normen mit auf den Weg zu geben. Hier ein paar Grenzen und Regeln, die ich aufgestellt habe:
- Sicherheitsregeln (nicht ohne Aufsicht mit der Schere arbeiten)
- Spielregeln (z.B. Spielzeug tauschen, teilen)
- Tischregeln beim Essen (Tischspruch, Aufstehen nach Aufforderung, Umgang mit Besteck)
- Streitregeln
- Spielzeug wieder aufräumen
- im Garten und bei Spaziergängen nichts unbekanntes pflücken und essen
- Hände waschen vor dem Essen und immer nach dem Spielen
- wer auf Toilette muss, soll Bescheid geben (erst auf Toilette, dann spielen!)
Es ist es wichtig, dass sich die Eltern des Kindes und die Kinderpflegeperson über die herrschenden Regeln und Grenzen einig sind. Durch das Beobachten des Kindes finde ich heraus, wie ich diesbezüglich mit ihm umgehen muss. Dabei ist zu beachten, dass sich natürlich die aufgestellten Regeln und Grenzen mit der Entwicklung der Kinder verändern und angepasst werden müssen.

Zusammenarbeit mit Eltern und Familie:
Elternarbeit ist für meine pädagogische Arbeit unentbehrlich, wobei man nicht vergessen darf, dass ich ergänzend zur Erziehung tätig bin. Gegenseitiges Vertrauen ist Grundlage für die Betreuung der Kinder und Grundprinzip im täglichen Umgang und Austausch miteinander. Bei Bedarf werden auch Einzelgespräche geführt. Die Eltern haben die Möglichkeit meine Arbeit vor Ort durch eine Hospitation kennen zu lernen, damit für sie meine pädagogische Arbeit verständlich ist. Ich informiere Eltern über meine Weiterbildungen und empfehle ihnen Lehrgänge zu aktuellen Themen zu besuchen. Ich organisiere außerdem Ausflüge (Weihnachtsfeier, Kindertag, Fasching, Zugfahrten, Theaterbesuche, Musik) und andere Zusammentreffen, wo die Eltern ihre Kinder begleiten können und sich daran erfreuen können.

Ersatzbetreuung von Kindern in der Kindertagespflege gemäß § 3 Abs. 3 SächsKitaG:
Im Krankheitsfall übernimmt eine Ersatztagespflegeperson die Betreuung der Kinder auf der Grundlage der für die Kindertagespflege gültigen rechtlichen Regelungen und der Konzeption. Bei Ausfall, bedingt durch Krankheit, bin ich verpflichtet, zeitnah die Eltern und die Ersatztagespflegeperson zu informieren. Um eine regelmäßgie Eingewöhnung  zu gewährleisten und eine Bindung zur Ersatztagespflegeperson aufzubauen, finden regelmäßige Kontakte außerhalb der Ausfallzeiten statt. Das heißt, dass mich meine Vertretung aller 14 Tage für einen halben Tag in meinen Räumlichkeiten begleitet. Am Folgetag findet die Betreuung der Kinder dann in ihren Räumlichkeiten statt. So entsteht ein vertrauliches Verhältnis im Falle einer Vertretung ihrerseits.

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen:
Es besteht außerdem eine generelle Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Weißeritzkreis und der Stadtverwaltung in Dippoldiswalde.

Es finden regelmäßige Treffen der Tagespflegepersonen in Dippoldiswalde statt.
Es werden verschiedene Themen besprochen, gemeinsame Weiterbildungsthemen ausgesucht und Informationen ausgetauscht, die immer wieder neue Inspirationen für die eigene Arbeit bringen.

Ein paar Wochen bevor ein Kind in den Kindergarten wechselt, besuche ich mit den Kindern die Kindergärten (Märchenland und Waschbärchen) in Dippoldiswalde, wo mich die Erzieherinnen sehr unterstützen und eine gemeinsame Zusammenarbeit zum Wohle des Kindes sehr gut funktioniert.

Öffentlichkeitsarbeit bedeutet für mich, dass ich meine Arbeit nach außen hin sichtbar mache. Das ergibt sich z. B. durch
• Home Page: www. Tagesmutter-spatzennest.de
• Mund zu Mund Propaganda
• eigene Werbung (bedruckte Jacke und T-Shirt mit der Aufschrift: Tagesmutti in Aktion“, Autowerbung)

Eigene Fortbildung:
Um die Qualität meiner Tätigkeit als Tagespflegeperson zu sichern und stets zu verbessern nehme ich an verschiedenen Weiterbildungmaßnahmen von unterschiedlichen Anbietern teil.
- jährlich Belehrung nach § 43 Abs. 4 Infektionsschutzgesetz
- alle zwei Jahre Erste Hilfe am Kind
- jährlich 20 Stunden je nach Weiterbildungsangeboten